Mittwoch, 14. Juni 2017

Das Abenteuer geht weiter

Ich kann es ja noch gar nicht wirklich glauben, aber ja, für mich geht es wieder zurück aufs Schiff und zwar wieder auf die MS Artania. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich so schnell wieder an Bord gehen könnte, aber es hat funktioniert. Das ist wirklich er Wahnsinn!
Nach meinem Praktikum in Hamburg hier werde ich für etwa 9 Wochen mein zu Hause an Land gegen ein zu Hause auf dem Wasser eintauschen und ein weiteres Abenteuer erleben.
Dieses Mal werde ich ganze 6 Reisen mit an Bord sein.

Reise 1:
Kiel/Deutschland – Aalborg/Dänemark – Seetag – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen


Reise 2:
Bremerhaven/Deutschland – 2 Seetage (Überqueren des Polarkreises) – Leknes/ Lofoten/Norwegen – Hammerfest/Norwegen – Kirkenes/Norwegen – Honningsvåg/ Nordkap/Norwegen – Lyngseidet/Lyngenfjord/Norwegen – Tromsø/Norwegen – Seetag – Ålesund/Norwegen – Geiranger/Norwegen – Flåm/Aurlandsfjord/Norwegen – Bergen/Norwegen – Lyngdal/Lyngenfjord/Norwegen – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Reise 3:
Bremerhaven/Deutschland – Seetag – Invergordon/Schottland/Großbritannien – Portree/Isle of Skye/Großbritannien – Belfast/Nordirland/Großbritannien – Liverpool/ Großbritannien – Dublin/Irland – Scilly Inseln/Großbritannien – Portsmouth/England/ Großbritannien – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Reise 4:
Bremerhaven/Deutschland – 2 Seetage – Seyðisfjörður/Island – Akureyri/Island – Seetag – Ammassalik/Grönland/Dänemark – 2 Seetage (Überqueren des Polarkreises) – Qeqertarsuaq/Diskoinsel/Grönland/Dänemark – Ilulissat (Jacobshavn)/Grönland/Dänemark ("über Nacht") – Sisimiut/(Holsteinborg)/Grönland/ Dänemark – Kangerlussuaq/Søndre Strømfjord/Grönland/Dänemark – Nûk (Godthåb)/Grönland/Dänemark – Qaqortoq (Julianehåb)/Grönland/Dänemark – 2 Seetage – Reykjavik/Island – 2 Seetage – Rosyth/Schottland/Großbritannien – Seetag – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Reise 5:
Bremerhaven/Deutschland – Seetag – Vik/Sognefjord/Norwegen – Flåm/ Aurlandsfjord/Norwegen – Ålesund/Norwegen – Geiranger/Norwegen – Bergen/ Norwegen – Lysebotn/Lysefjord/Norwegen – Stavanger/Norwegen – Kristiansand/ Norwegen – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen


Reise 6:
Bremerhaven/Deutschland – Seetag – Dover/Großbritannien – Portland (UK)/England/ Großbritannien – Falmouth/Cornwall/Großbritannien – Le Havre/Frankreich – Zeebrügge/Brügge/Belgien – Ijmuiden/Amsterdam/Niederlande – Hamburg/ Deutschland 

Foto: PhoenixReisen
Es ist einfach so unglaublich, was ich alles wieder sehen werde. Wobei ich dieses Mal sogar sagen kann wiedersehen, da ich an einigen Orten und in einigen Städten schon war. Aber das ist mir egal, denn ich freue mich einfach wahnsinnig auf die Zeit und auch darauf ein paar Kollegen wiederzusehen, die dann auch wieder an Bord sein werden.
Bald heißt es also wieder für mich AHOI!

Bis bald! 



Mittwoch, 19. April 2017

Mein Start in Hamburg

Ich dachte mir, ich könnte ja einmal kurz ein wenig schreiben, wie für mich die ersten zwei Nächte und vor allem auch mein erster Arbeitstag in Hamburg und bei meinem neuen Praktikum waren.

Nun wohne ich also in einer der für mich schönsten Städte und kann es noch gar nicht so wirklich fassen, dass jetzt wieder ein neues Kapitel in meinem Leben beginnt. In meinem Zimmer und der Wohnung fühle ich mich wirklich soweit ganz wohl und habe mir meine ersten eigenen vier Wände schön gemütlich gemacht. Das Schlafen wird dann hoffentlich die nächsten Tage auch noch ein wenig besser, denn heute Nacht habe ich irgendwie kaum geschlafen und als ich dann erst einmal wach war, konnte ich auch nicht wieder einschlafen.
Meine WG-Mitbewohnerinnen (2 an der Zahl) habe ich bislang noch nicht so wirklich kennengelernt, aber ich weiß so viel, dass eine gar kein Deutsch spricht und die andere auch besser Englisch als Deutsch kann, was ich aber nicht so schlimm finde, denn dann kann ich meine Englisch-Kenntnisse noch ein wenig auffrischen und verbessern (hoffe ich zumindest). Da die meisten hier in dieser WG aber auch auf Zeit wohnen und meist nicht allzu lange, ist es wohl eher eine Art Zweck-WG, aber nun gut, ich fühle mich trotzdem ganz wohl und das ist ja auch die Hauptsache!




Gestern hatte ich dann meinen ersten Tag in dem neuen Praktikum und es ist einfach wirklich das komplette Kontrastprogramm im Vergleich zu meiner Arbeit auf dem Schiff. Auf dem Schiff bin ich irgendwie den ganzen Tag nur unterwegs gewesen und dort sitze ich jetzt eigentlich den ganzen Tag nur am Schreibtisch und PC. Ich habe aber sogar einen eigenen Arbeitsplatz mit Schreibtisch und PC, was ich echt ganz cool finde. Außerdem ist es meiner Meinung nach auch gut, die andere Seite kennenzulernen und mir war auch im Vorfeld bewusst, dass die Arbeit auf dem Schiff nicht der „klassische“ Beruf im Tourismusbereich ist und die Jobs im Tourismus vorwiegend bzw. viel am Schreibtisch stattfinden. Aber ich habe jetzt ja auch erst einmal drei Monate Zeit zu schauen, wie mir die Arbeit gefällt und ob es denn etwas für mich ist. Und ich weiß auch, dass ich nicht immer alles mit dem Schiff vergleichen darf. Aber die Zeit wird es dann schon zeigen! :)
Ich bin dann gestern auch ziemlich schnell angefangen mit der Arbeit und habe direkt auch Sachen alleine gemacht, nachdem sie mir einmal gezeigt worden sind. Unter anderem habe ich Katalogbestellungen bearbeitet und versandbereit gemacht, Buchungen storniert sowie eine Buchung erstellt und vorbereitet. Außerdem habe ich einige Mails an Hotels und Partner geschrieben, die Kataloge dann zum Briefkasten gemacht und mir schon einmal einen Visa-Antrag angeschaut, dass dies dann auch in nächster Zeit ein wenig auf mich zukommen wird. Gestern war es dennoch relativ ruhig, da meine beiden Chefs noch nicht da waren. Heute soll es dann wohl ein wenig mehr Arbeit geben. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf heute, die kommenden Tage und Wochen. Ich bin ganz zufrieden bislang und hoffe, dass es sich auch nicht so schnell ändern wird.


Mittwoch, 5. April 2017

Fernweh...

Ich bin noch nicht einmal eine Woche wieder zu Hause und es fühlt sich an wie eine Ewigkeit Es fühlt sich so an, als ob es die letzten Wochen einfach nicht gegeben hat, auch wenn mir die Erlebnisse niemand mehr nimmt. Es ist einfach so komisch und irgendwie auch so unwirklich. Ich habe zwar keinen Jetlag oder so etwas, aber richtig zu Hause angekommen bin ich einfach immer noch nicht. Ich habe Fernweh und vermisse einfach wahnsinnig das Schiffsleben, die Crew und das ganze drum herum. Natürlich auch das Reisen, aber am meisten doch wirklich meine ganzen Kollegen, die in den fast drei Monaten zu wirklich guten Freunden geworden sind. Aus so vielen unterschiedlichen Nationen, aber man hat sich doch immer verstanden und geholfen. Ich vermisse die Nächte abends mit den anderen, wenn wir einen Overnight hatten und wenn ich dann die Bilder aus Singapur zum Beispiel sehe, kommen mir wirklich Tränen. Ich durfte die letzten drei Monate einen wirklichen Traum leben und deshalb ist es umso trauriger, dass dieser Traum nun vorerst aufgehört hat. Aber ich versuche langsam wieder im Alltag anzukommen. Treffe mich mit meinen Freundinnen, gehe raus und versuche einfach wieder hier anzukommen. Ich glaube, es wird allerdings noch eine Zeit brauchen, bis ich alles ganz verarbeitet habe, da einfach so viele Eindrücke in den letzten Monaten auf mich eingeprasselt sind. So viele unterschiedliche Kulturen, Landschaften, Sprachen und und und. Immerhin freue ich mich mittlerweile schon ein wenig auf Hamburg und bin gespannt was mich dort so erwartet, wen ich dort kennenlernen werde und was ich dort alles erleben werde. So viel von mir für den Moment. Ich wollte lediglich mal ein kleines Update geben, wie es mir die letzten Tage zu Hauser so ergangen ist. Ich kann es wirklich nicht fassen, dass ich erst am Freitag in Deutschland gelandet bin. Es kommt mir so vor, als ob das wirklich Ewigkeiten her ist. Eins muss ich aber noch sagen, es ist viel viel zu kalt hier! :D


Mein neues Projekt ist wirklich etwas, an dem ich mich jeden Tag erfreuen kann. Jetzt kann ich überall da Fähnchen setzten, wo ich schon alles war und mir wird bewusst, dass ich für mein Alter schon verdammt viel gesehen habe. Aber ebenso zeigt mir die Karte auch, dass es noch viel zu viel gibt, was ich noch nicht gesehen habe und noch ganz oben auf meiner Liste steht! :P

Freitag, 31. März 2017

Wieder zu Hause!

Da bin ich wieder zurück in Deutschland und irgendwie fühlt es sich schon wieder Ewigkeiten her an, dass ich in Bali und generell auf der MS Artania gewesen bin. Ich kann es nicht glauben, wie schnell die Zeit rum ging und wie weit weg sich alles jetzt schon wieder anfühlt. Ich vermisse das Schilflebens und vor allem meine Kollegen jetzt schon wahnsinnig und würde nichts lieber tun, als in den nächsten Flieger zu steigen und wieder zurückzufliegen. Kaum zu glauben, dass ich am 9. Januar 2017 am Bahnhof Tränen in den Augen hatte und auch ein bisschen Angst, was alles auf mich zukommen würde. Dann kam noch die chaotische Einschiffung in Havanna hinzu und ich wollte direkt am ersten Abend schon wieder nach Hause vor Heimweh. Auch bei der ersten Ein- und Ausschiffung in Lima wäre ich am liebsten in das nächste Flugzeug nach Hause gestiegen. Und jetzt habe ich Heimweh oder besser gesagt Fernweh. Ich habe mich einfach so an das Leben gewöhnt und habe so viele Menschen kennengelernt und in mein Herz geschlossen. Mir wird das es fehlen, am Morgen in der eigenen Kabine aufzuwachen, dann zum Frühstück zu gehen und anschließend auf Ausflug oder zu einer Runde Shuffleboard mit den Gästen. Das ist jetzt aber erst einmal vorbei und ich glaube, ich werde noch ein wenig Zeit brauchen, bis ich wirklich wieder richtig zu Hause angekommen bin und mich hier wieder eingelebt habe. Jetzt beginnt dann ein weiterer neuer Abschnitt für mich und ich werde in ungefähr zwei Wochen nach Hamburg ziehen, um dort ein weiteres Praktikum zu machen. Dort allerdings mit ein wenig mehr Theorie. So habe ich dann aber auch beide Seiten kennengelernt und immerhin ist es ein kleiner Trost, dass ich dann in einer wunderschönen Stadt wohnen werde. Für mich war Hamburg immer die schönste Stadt, aber nach Sydney weiß ich nicht, ob ich das noch sagen kann. In Deutschland auf jeden Fall, aber ich habe jetzt doch ein wenig mehr Städte kennengelernt :D


Der Check-In am Flughafen in Bali war zwar aufgrund wenig geöffneter Schalter ein wenig länger, aber es passte alles wunderbar, da wir sehr zeitig am Flughafen waren. Von Bali aus ging es dann 9,5 Stunden nach Doha mit Qatar Airways und ich muss sagen, der Flug, das Flugzeug und die Fluggesellschaft waren sehr angenehm und ich bin mehr als zufrieden. Das Essen war ganz schmackhaft, es gab immer mal wieder etwas zu trinken, jeder hatte eine Decke und ein Kissen sowie Kopfhörer und ein kleines Reise-Kit mit Socke, Ohrenstöpseln, einer kleinen Zahnbürste, Zahnpasta und einer Schlafmaske. Auch das Entertainment-Programm war mehr als ausreichend. Ich habe es auch nicht so viel genutzt, weil ich dann doch immer mal wieder ein wenig vor mich hingedöst habe. Bis auf ein paar winzige Turbulenzen war der Flug auch sehr ruhig. Am Flughafen in Doha mussten wir dann noch einmal durch die Sicherheitskontrolle und anschließend dann zunächst zu unserem ausgeschriebenen Gate. Kaum hatten dort die ersten Platz genommen, gab es eine Gate-Änderung und der Weg dorthin war nicht gerade der kürzestes. Der Flughafen in Doha ist wirklich riesig und ich hätte eigentlich nichts gegen einen längeren Aufenthalt gehabt. Mit knapp 1,5 Stunden Verspätung startetet dann auch der nächste Flieger Richtung Frankfurt, ebenfalls eine Maschine von Qatar Airways. Obwohl es das gleiche Modell (eine Boeing 777-300) war, gefiel mir die zweite Maschine noch etwas besser, da sie in meinen Augen noch ein wenig neuer war. Auf dem zweiten Flug gab es zu Beginn ein wenig mehr Turbulenzen und es schaukelte und wackelte ziemlich, sodass ich kurzzeitig auch ein kleines bisschen Angst hatte. Auch auf diesem Flug war das Essen wieder sehr gut, es gab genug zu trinken und jeder hatte wieder ein Reise-Kit, eine Decke und ein Kissen sowie Kopfhörer. Es gab sogar ein paar andere Filme als auf dem ersten Flug. Aber auch auf dem Flug versuchte ich möglichst viel zu schlafen. Nach der Landung ging es dann zum Gepäckband und nachdem mein Koffer dann so ziemlich als letztes kam, war ich doch sehr erleichtert, weil ich schon befürchtet hatte, er ist womöglich nicht mitgekommen. Ich schaffte sogar gerade noch ganz knapp meinen Zug nach Hause und bin dann am Bahnhof von meinen Großeltern abgeholt worden. Morgen werde ich meine Mama und ihren Freund dann vom Bahnhof abholen, da die beiden aus dem Urlaub von einer 2-wöchigen Mittelamerika-Kreuzfahrt wiederkommen (dieses Mal bin ich gar nicht so neidisch gewesen :D) und ich glaube ich habe einfach meiner ganzen Familie enorm viel zu erzählen, berichten und zu zeigen. Ich habe tatsächlich über 2000 Bilder gemacht, aber die kann ich nicht einmal ansatzweise mit den Erinnerungen, die sich in meinem Kopf befinden vergleichen. Ich bin gespannt, wie die erste Nacht in meinem Bett wird und wie die nächsten Tage werden. Eigentlich hatte ich diesen Blog ja ursprünglich nur für das Praktikum geplant, aber vielleicht werde ich hin und wieder mal etwas schreiben. Mal schauen, was sich so ergibt!


Auch wenn ich im Moment noch sehr traurig bin, werde ich nun versuchen nach vorne zu schauen, auf das was kommt und ich bi mir sicher, ich werde meine Kollegen wiedersehen und hoffentlich auch die MS Artania. Die Zeit, die ich erlebt habe nimmt mir auf jeden Fall niemand mehr!

Donnerstag, 30. März 2017

Abschnitt 4/4


Mein letzter Tag begann nicht mit einem ganz so frühen Aufstehen, sondern mit einem relativ gemütlichen Frühstück und anschließend einer letzten Runde Shuffleboard, da wir den Hafen von Benoa erst gegen späten Vormittag erreichten. Daher reichte die Zeit dann auch noch für eine kleine Runde Jakkolo. Trotzdem war ich am Morgen schon vor meinem Wecker wach und entschied mich, schweren Herzens, bereits meinen Koffer zu packen, da dies sonst ein wenig auf der Strecke geblieben wäre. Nicht nur, dass ich packen generell hasse, dieses Mal fiel es mir so schwer wie noch nie und die Tränen kamen mir schon ein wenig. Aber irgendwann muss ich auch gehen und man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist. Nachdem wir dann in Bali angelegt hatten und ich noch kurz etwas zu Mittag gegessen hatte, ging mein Ausflug mit dem Titel „Tanah Lot Tempel“ los. Mein vorerst letzter Ausflug, aber Kollegen hatten mir im Vorfeld erzählt, dass es der in Bali lohnenswerteste Ausflug sei. Auf dem Ausflug war der erste Stopp dann an einem etwas kleineren Tempel, an dem wir auch nicht ganz so viel Zeit hatten und da dort ziemlich viel los war, war es auch sehr schwierig, pünktlich weiterzufahren. Mit einer klitzekleinen Verspätung schafften wir es dann aber doch ganz gut. Danach ging es zu einem Affenwald, in dem es viele freilaufende Affen zu sehen gab und besonders süß und niedlich waren die ganz kleinen Jungtiere. Außerdem habe ich Flughunde, die an den Bäumen herunterhingen, gesehen, aber ich muss sagen, dass diese Tiere doch äußerst hässlich sind. Letzter Halt war dann der berühmteste Tempel in Bali und zwar der „Tanah Lot Tempel“. Wirklich schön anzuschauen, da der Tempel eigentlich mitten im Wasser steht, da aber Ebbe war, hatte man sogar die Möglichkeit bis an den Tempel heranzulaufen. Der Ausflug war sehr schön, aber durch die enorme Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit war er auch doch ziemlich anstrengend und nachdem wir dann endlich am Schiff waren, freute ich mich nur noch auf eine Dusche. Das Duschen verlief allerdings im Akkord, da unsere Rückfahrt zum Schiff wesentlich länger als geplant war (natürlich aufgrund von Stau). Danach ging es noch schnell eine Kleinigkeit essen und anschließend hatten ein paar Kollegen und ich uns verabredet, noch nach Kuba zu fahren und dort etwas trinken und essen zu gehen. Wir saßen dann schließlich in einem Restaurant direkt am Meer und der Abend war trotz Abschiedsgedanken wunderschön. Zurück auf dem Schiff habe ich dann noch die restlichen Sachen in den Koffer gepackt und danach ging es dann ins Bett. 


Das war es dann also und jetzt sitze ich am Flughafen und warte so langsam auf das Boarding. Natürlich möchte ich nicht vorenthalten, wie meine letzten Stunden im Praktikum abliefen. Morgens hieß es relativ früh aufstehen, aber ich war eh schon wach und deshalb machte mir das trotz wenig Schlaf nicht viel aus. Zunächst räumte ich meine Kabine, die für fast 3 Monate eine Art zu Hause für mich gewesen war und danach hatte ich Dienst an den Bussen. Als erstes für die Ausflüge der „Transit-Gäste“ und danach noch für die ersten abreisenden Gäste. Da wir dann etwas Luft hatten, ging es frühstücken und dann kamen gegen Mittag langsam die nächsten Abreisen und ebenfalls die erste Anreise. Nach dem Mittagessen hieß es dann für mich langsam sich zu verabschieden. Von den Kollegen, den Räumlichkeiten, dem Schiff, meinem Praktikum und allem was einfach für mich die letzten Wochen hier so verständlich geworden ist. Natürlich floss bei mir auch wieder die ein oder andere Träne. Nachdem dann alle Gäste am Flughafen eingecheckt hatten, konnte ich dann auch einchecken und nun sitze ich hier und warte. Ich kann einfach noch nicht glauben, dass jetzt alles vorerst zu Ende ist. Ich habe mich einfach so sehr an den Tagesablauf und das Schiffsleben gewöhnt und ich hätte im Vorfeld niemals gedacht, dass mir der Abschied wirklich so dermaßen schwerfallen würde. Die Kollegen hier an Bord sind wirklich wie eine große Familie für mich geworden und ich kann mir irgendwie noch nicht vorstellen, wie es dann zu Hause sein wird, wenn ich alle dann erstmal nicht mehr sehen werde. Ich bin dennoch unendlich dankbar für die Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe und die ganzen Eindrücke, die ich mitnehme. Ich habe hier so viel erlebt und gelernt, dass ist einfach unfassbar. Ich bin froh, die Chance auf so ein Praktikum bekommen zu haben und ich hoffe, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich auf einem Schiff angeheuert habe. Laut aktuellem Stand der Dinge nehme ich keinen Abschied für immer, sondern sage: BIS BALD!