Sonntag, 24. Juni 2018

And again!

Lange ist es nun her, dass ich mich gemeldet habe, aber bald steht wieder ein Abenteuer an und daher dachte ich mir, ich melde mich mal wieder.
In der Zwischenzeit, wenn ich nicht auf dem Schiff bin, studiere ich Tourismusmanagement in Bremen und auch wenn es manchmal nervig sein kann, ist es doch auf jeden Fall der richtige Studiengang. Das zweite Semester ist nun bald zu Ende und es stehen 9 Wochen Semesterferien an, in denen ich wieder an Bord der MS Artania gehen kann. Einmal werden es zwei Wochen sein und danach nach einer kurzen Pause noch einmal knapp 5 Wochen. Die Vorfreude ist momentan wirklich riesig!

Reise 1:
Bremerhaven/Deutschland – Seetag – Invergordon/Schottland/Großbritannien – Stornaway/Großbritannien – Holy Loch/Großbritannien – Belfast/Nordirland/ Großbritannien – Killybegs/Irland – Galway/Irland – Cobh/Cork/Irland – Dublin/Irland – Scilly Inseln/Großbritannien – Portland (UK)/England/Großbritannien – Portsmouth/ Großbritannien – Seetag – Bremerhaven/Deutschland


Foto: PhoenixReisen

Reise 2:
Bremerhaven/Deutschland – 2 Seetage – Leknes/Lofoten/Norwegen – Tromsø/ Norwegen – Honningsvåg/Nordkap/Norwegen – Seetag – 2 Tage Spitzbergen – Seetag - Svartisen/Norwegen – Trondheim/Norwegen – Ålesund/Norwegen – Geiranger/Norwegen – Bergen/Norwegen – Haugesund/Norwegen – Stavanger/ Norwegen – Seetag – Bremerhaven/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Reise 3:
Bremerhaven/Deutschland – Seetag – Le Havre/Frankreich – Tilbury/London/ Großbritannien (über Nacht) – Zeebrügge/Brügge/Belgien – Amsterdam/Niederlande (über Nacht) – Hamburg/Deutschland (über Nacht)

Foto: PhoenixReisen

Reise 4:
Hamburg/Deutschland – Seetag – Haugesund/Norwegen – Mode/Romsdalfjord/ Norwegen – Åndalsnes/Romsdalfjord/Norwegen – Ålesund/Norwegen – Geiranger/ Norwegen – Bergen/Norwegen – Seetag – Hamburg/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Reise 5:
Hamburg/Deutschland – Esbjerg/Dänemark – Aalborg/Dänemark – Oslo/Norwegen – Seetag – Hamburg/Deutschland

Foto: PhoenixReisen

Auch wenn ich einige der Ziele schon kenne, freue ich mich wirklich sehr! Es gibt doch meist noch Dinge zu entdecken, die man dann noch nicht kennt. Ich glaube, vom Geirangerfjord zum Beispiel werde ich niemals genug bekommen und auch am Nordkap ist es irgendwie immer ein tolles Gefühl so am nördlichsten Punkt des Festlandes zu sein. Ich bin vor allem auf Spitzbergen gespannt und freue mich auch sehr auf Oslo.
Nun heißt es aber noch einmal lernen und die Klausurenphase überstehen.

Bis bald!

Montag, 25. September 2017

Abschnitt 6/6

Ich komme auch noch einmal dazu, mich dann zu melden. Die letzten Tage war einfach zu viel los und es ist zu viel passiert. Am Freitag bin ich ausgestiegen und am Samstag und Sonntag direkt dann nach Bremen für mein Studium gezogen, bei dem dann heute die offizielle Begrüßung war und nun die Orientierungswoche begonnen hat.

Da war er also, der letzte Tag meiner 9 Wochen hier an Bord. Ein komisches Gefühl. Ein gemischtes Gefühl. Die Vorfreude auf zu Hause war mindestens genauso groß, wie dir Traurigkeit darüber, jetzt das Schiff, mein zu Hause der letzten Wochen, weder verlassen zu müssen und somit auch eine Art Familie, denn die Kollegen sind mir wirklich so sehr ans Herz gewachsen und ich werde alle wirklich vermissen.
Der Morgen startete ja sehr für mit der Info und direkt im Anschluss gab es dann Frühstück und dann ging es auch schon auf Ausflug. Der Bus brachte uns von Ijmuiden nach Amsterdam. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt ging es zum Blumenmarkt, wo wir dann etwas Freizeit hatte, bevor es dann mit dem Bus zum Anleger ging von wo die Trachtenfahrt startete. Ich bin aber zum einen sehr müde gewesen und zum anderen war ich mit den Gedanken irgendwie komplett woanders und habe auch nicht so viel vom Drumherum und allem mitbekommen. Das macht aber nichts, da ich schon öfter in Amsterdam war und ich persönlich finde seit Brügge Brügge auch noch schöner als Amsterdam. Dennoch war der Ausflug bei Sonnenschein und relativ warmen Temperaturen doch ganz schön. Ich war dann aber auch froh, als ich wieder zurück an Bord war. Wobei, was heißt froh?! Dann hieß es nämlich schon einmal packen anfangen und ich muss sagen, obwohl ich nicht wirklich shoppen war, habe ich mehr Sachen als auf dem Hinweg. Kurios, aber irgendwie musste ich ja alles halbwegs einpacken. Alles konnte ich ja eh noch nicht einpacken, da wir ja noch Gala-Abend hatten. Bevor die Info wieder öffnete, genoss ich noch einmal den Kaiserschmarren beim Wiener Kaffeehaus. Dann fingen wir schon einmal an, die Postkarten für die nächste Reise vorzubereiten, kamen allerdings nicht weit, da dann der erste der zwei Abschieds-Cocktails anstand. Zwischen den beiden Cocktails habe ich dann die Postkarten für die nächste Reise fertig gemacht und nach dem zweiten und auch meinem vorerst letzten Abschieds-Cocktail, waren wir dann noch gemeinsam beim Gala-Abendessen. Danach habe ich mich jedoch ausgeklinkt, da ich euch noch einiges zu packen hatte. Das war dann also der letzte volle Tag an Bord der MS Artania für eine ungewisse Zeit, zumindest vorerst.




Der Tag der Ein- und Ausschiffung war stressig. Wir kamen erst um 9:00 Uhr in Hamburg an und ich musste morgens schon direkt an der Info stehen. Ich hatte wirklich den Vorteil, dass ich dann schon mitten während der Ausschiffung fertig war und dann noch duschen konnte und alles in Ruhe zu Ende packen konnte. Als dann die Ausschiffung vorbei war, verabschiedete ich mich von meinen Kollegen und bin wirklich sofort von Bord gegangen und habe meinen Freund nach 9 langen Wochen endlich wieder in meine Arme schließen. Den Tag verbrachte ich dann noch bei ihm und fuhr abends nach Hause. Dort ging es dann noch zu meinen Großeltern und dann ins Bett.

Die 9 Wochen waren wirklich wieder eine wunderschöne Zeit und ich möchte wirklich keinen Tag missen. Ich vermisse das Schiff und die Kollegen schon ein wenig, aber habe es mir in meinem neuen Heim auch sehr gemütlich gemacht und freue mich jetzt auch umso mehr auf das Studentenleben. Ich bin gespannt und ich bin auch gespannt, wann es für mich wieder heißt „Willkommen zu Hause und zurück an Bord“.

Mittwoch, 20. September 2017

Wunderschöne Tage


In Le Havre bin ich nun glaube ich zum dritten Mal gewesen. Da ich die anderen Male die kleinen Orte rund um Le Havre herum bereits mit dem Mietwagen kennenlernen konnte (Urlaub sei Dank), war mir der Ausflug eigentlich fast egal. Ob Honfleur, Étretat, Fécamp, Le Havre selbst oder Deauville, ich kenne die Orte bereits alle. Der einzige Ausflug, der mich ein wenig mehr angesprochen hatte war der Ausflug „Deauville und Calvados“, denn die Gegend Calvados kenne ich noch nicht. Außerdem war bei dem Ausflug eine Besichtigung einer Calvados-Brennerei mit Kostprobe dabei und das fand ich auch ganz interessant. Zum Glück habe ich dann auch den Ausflug bekomme. Aber auch die anderen hätte ich gerne gemacht. Der Morgen startete zunächst wieder früh, denn die Info hatte eine halbe Stunde offen. Direkt danach bin ich dann bin die Atlantik-Lounge gegangen, da der Treffpunkt für meinen Ausflug bereits fast war. Als dann alle im Bus saßen, ging die Fahrt auch nach Deauville los und wir fuhren über die „Pont de Normandie“, einer beeindruckenden Schrägseilbrücke Richtung Deauville. Dort angekommen gab unser Guide den Gästen eine kurze Orientierung und dann hatten wir ein wenig Freizeit. Ich bin ein wenig am Strand hergelaufen und dann noch einmal am Kasino vorbei. Leider hat man sehr gemerkt, dass es mittlerweile nur noch Nachsaison war, denn es hatte nichts wirklich geöffnet und der Ort war fast wie ausgestorben. Schade, aber dennoch ein wunderschöner kleiner Ort. Wobei ich Trouville sogar noch ein bisschen schöner finde, aber den Ort kenne ich nur von unserer Mietwagen-Tour aus dem Urlaub. Im Anschluss ging die Fahrt weiter zu der Calvados-Brennerei. Eigentlich hatte ich mir den Ausflug ja gewünscht, um mir die Gegend Calvados auch ein wenig anzuschauen. Ein wenig der Fahrt habe ich jedoch verschlafen, weil ich einfach so müde war. Die Reise war bislang schon anstrengend, auch wenn ich meist nur Halbtagesausflüge hatte. Durch den frühen Beginn und die relativen langen Tage, ist es aber etwas Anderes als sonst, da ich bislang nicht einen Tag hatte, an dem ich mal ein wenig länger schlafen konnte. Ich will mich um Gotteswillen nicht beschweren, denn ich bin dankbar für jeden Tag, aber ein wenig Kräfte raubend ist so eine Fahrt ohne Seetage schon. Angekommen in der Calvados-Brennerei haben wir eine kurze Führung mit Erklärungen zum Herstellungsprozess bekommen, bevor wir dann drei verschiedene Sorten Calvados probieren durften. Einmal den puren Calvados, dann eine Mischung aus 1/4 Calvados und 3/4 Apfelsaft und zum Schluss dann Créme Karamell mit Calvados. Der pure Calvados war absolut nicht meins, die Mischung war ein wenig zu süß und der Karamell-Calvados schmeckte dann fast wie Bailey´s und somit mochte ich den letzten dann eigentlich am liebsten. Als alle die Kostprobe beendet hatten, ging es zurück zum Schiff. Da wir am Morgen etwas zu spät losgefahren waren, kamen wir auch ein wenig zu spät zurück und somit musste ich dann direkt draußen für die Ausflugsabwicklung des Nachmittags an den Bussen bleiben. Diese war jedoch schnell erledigt und dann bin ich wieder an Bord, habe mich erst einmal ausgeruht und bin dann kurz zum Sport. Danach habe ich im Bordreisebüro ein wenig geholfen, die Bordbücher abgeholt und weggebracht und die Info hatte dann noch kurz offen. Zum Abschluss des Tages hatten wir ein großes „Come together“ mit gemeinsamen Essen und Trinken. Irgendwann hat sich alles dann so langsam aufgelöst und dann bin ich auch auf die Kabine, habe noch ein wenig Fernsehen geschaut und bin dann schlafen gegangen.



Heute Morgen war der erste Tag, an dem ich mal wieder ein ganz kleines Bisschen länger schlafen konnte, da wir erst um 11:00 Uhr in Zeebrügge ankamen. Die Info hatte am Morgen offen und danach war ich ganz kurz beim Sport. Anschließend ging es zum Mittagessen, bevor es für mich zum Gästeplatzieren für die nächsten Ausflüge ging. So lange konnte ich aber gar nicht beim Platzieren helfen, da ich selbst zeitnah mit meiner Gruppe raus musste. Für mich ging es heute nach Brügge inklusive einer Kanalfahrt. Ich habe mich so gefreut, als ich auf der Einteilung gesehen habe, dass ich nach Brügge fahren darf, weil ich dort einfach so gerne hin wollte. Und ich habe mich wirklich in die Stadt verliebt. So eine süße kleine Stadt mit den alten Häusern und einem ganz besonderen Charme und Flair. Für mich steht jetzt schon fest, dass ich wieder nach Brügge möchte. Für ein Wochenende oder so. 

Nach einer Busfahrt von etwa einer halben Stunde sind wir in Brügge angekommen und zunächst führte uns ein Stadtrundgang an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei, bevor es zu einer etwa halbstündigen Kanalfahrt ging. Die war wirklich sehr schön. Unter ganz niedrigen Brücken zwischen den alten Häusern her. Traumhaft! Danach hatten wir eine knappe Stunde Freizeit, in der der Kauf von belgischer Schokolade natürlich nicht fehlen durfte sowie das Probieren einer genialen belgischen Waffel. Danach ging es auch schon zum Schiff zurück. Die Zeit war einfach viel zu kurz, aber das ist das Schöne an Kreuzfahrten. Man bekommt einen kurzen Einblick in ganz viele verschiedene Destinationen und kann dann entscheiden ob und wo man nochmal gerne hin möchte. Auf dem Schiff habe ich dann Tickets für die kommende Reise eingetütet, dann hatten wir noch ein Meeting, quasi zum Ende der Reise, und dann noch einmal den Schalter kurz offen. Im Anschluss sind wir direkt zum Abendessen gegangen und nun haben wir noch eine Schlager-Party in der Pazifik-Lounge, zu der ich auch kurz gehen werde. Allzu lange wohl nicht, da die Info morgen schon um 7:00 Uhr offen hat und ich ziemlich früh dann raus muss.

Montag, 18. September 2017

England, England, England


Am ersten und auch letzten Seetag der Reise stand natürlich wieder der Willkommens-Cocktail und Gala-Abend bevor. Doch bevor es so weit war, gab es erst einmal eine Menge zu tun. Am Morgen durfte ich im Bordreisebüro am Schalter reinschnuppern und mir wurde ein wenig das Buchungssystem erklärt und auch sonst die Abläufe. Ich wollte schon länger mal ins Bordreisebüro schauen und bin echt froh, dass es nun mal geklappt hat. Dennoch habe ich mich auch noch um die Geburtstage und Kabinengrüße gekümmert und bin kurz vor Schluss auch in die Bibliothek, um dort nach dem Rechten zu sehen. Danach hatten wir dann das typische Meeting, welches wir zu Beginn jeder Reise machen. Im Anschluss daran sind wir gemeinsam Mittagessen gegangen und dann hatten wir Mittagspause. Ich bin dann für eine kurze Runde zum Sport, musste dann aber direkt duschen und am Nachmittag bin ich wieder an den Info-Schalter gegangen, habe Bordbücher gestempelt und hatte auch sonst generell gut zu tun. Da wir aber auch nur eine Stunde auf hatten, war es sogar ein wenig stressig in manchen Momenten. Zwischen den beiden Cocktails waren wir gemeinsam etwas trinken und ich habe mich dann noch in ein Treppenhaus gestellt vor dem zweiten Cocktail und den Gästen den Weg - entweder zum Handshake mit dem Kapitän oder direkt in die Lounge - erklärt. Nach dem zweiten Cocktail waren die Kollegen und ich dann zum Gala-Abendessen und zum Schluss haben wir uns dann noch einen Teil der Show angeschaut. Danach bin ich dann auch schlafen gegangen. Da wir die Uhr eine Stunde zurückgestellt haben, konnte ich zum Glück ein bisschen länger schlafen.

Die Info hatte am Morgen für eine halbe Stunde offen und da dies ziemlich früh war, bin ich danach dann frühstücken gegangen und hatte im Anschluss auch direkt meinen Ausflug. Für mich ging es nach Canterbury und der Kathedrale, die dort steht. Nach einer etwa halbstündigen Busfahrt kamen wir in der Stadt an und liefen vom Bus aus zur Kathedrale. Da dort drinnen nicht geführt werden darf, hatten wir ab dem Zeitpunkt dann die Zeit zur freien Verfügung. Ich bin zwar auch kurz in die Kathedrale hineingegangen und habe mich umgesehen, aber grundsätzlich bin ich ja eher nicht so für Kirchen und Museen zu begeistern. Deshalb bin ich dann danach in die Stadt und habe mich dort ein wenig umgesehen und auch ein paar Mitbringsel für zu Hause und für mich gekauft. Leider war der Ausflug nur ein halbtägiger und somit mussten wir dann gegen Mittag zum Bus zurück und es ging zum Schiff zurück. Ich glaube, ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit in Canterbury verbringen können. Ich habe dann auf dem Schiff erst etwas gegessen, dann Formel 1 geschaut und dann bin ich zum Sport gegangen, da die meisten auf Ausflug waren und nach Dover wollte ich dann auch nicht alleine fahren. Der Tag war dennoch ganz schön und eine gute Mischung aus Zeit für mich, Ausflug und ein wenig ausruhen. Am Abend hatte die Info natürlich wieder offen und dort gab es einiges zu tun, da ich schon Dinge für die nächste Reise vorbereitet habe, es gab viele Mails zu checken und es kamen auch einige Gäste mit Fragen und ein paar wollten auch ihre Post loswerden. So verging die Zeit wie im Flug und nach dem Abendessen habe ich mich dann für unsere 60er- bzw. England-Party umgezogen. Die war dann nach der Show und ich war dann auch noch eine Zeit lang in der Pazifik-Lounge, bevor ich mich dann ins Bett verabschiedet habe.

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Der Tag in Portland startete früh. Erst mit der Info und dann mit der Ausflugsabwicklung. Bei der war ich aber nicht eingeteilt. Ich war nur der Joker im Falle von Krankheit oder Ähnlichem. Da ich aber dennoch aufstehen musste, denn im Falle eines Ausfalls hätte ich ja sofort bereit sein müssen, bin ich auch für die Info aufgestanden, obwohl wir eigentlich gut besetzt waren und der ein oder andere auch hätte liegen bleiben können. Nachdem ich dann nicht als Joker zum Einsatz kam, ruhte ich mich ein wenig aus, ging dann zum Sport und anschließend zum Mittagessen. Danach musste ich dann für die Nachmittagsausflüge raus an die Busse und die Kärtchen der Gäste einsammeln. Ungewöhnlicherweise hatte ich in Portland keinen Ausflug und nach der Ausflugsabwicklung dann wieder frei. Ein paar Kollegen und ich entschieden dann, den kostenlosen Shuttle nach Weymouth zu nehmen und dort den Nachmittag zu verbringen. Wir haben uns dann am Hafen in ein kleines Lokal gesetzt, etwas getrunken und Fish & Chips gegessen. Anschließend sind wir dann noch zum Strand runter gegangen, an dem ein kleiner Jahrmarkt war. Dort sind wir dann sogar mit einem Fahrgeschäft gefahren und es war wirklich sehr lustig. Zurück auf dem Schiff hatte ich noch ein wenig Zeit, bevor wir die Info wieder offen hatten. Der Abend war dann aber irgendwie stressig und viel Zeit für irgendwie etwas blieb nicht. Ich war auch ziemlich geschafft am Ende und bin dann auf die Kabine gegangen und habe mich dann dazu entschlossen, den Abend zu beenden und früh ins Bett zu gehen, da ich einfach nur hundemüde war.


Der Tag startete heute um 6:45 Uhr mit meinem Wecker fundanschließend direkt der Ausflugsabwicklung an den Bussen. Heute lag die Artania in Falmouth, dem letzten Hafen in England auf dieser Reise. Es war zwar definitiv zu früh, aber solche Tage gibt es immer mal. Zwischendurch hatten wir eine kleine Pause, in der es zum Frühstück ging und dann habe ich Abreisebriefe getackert und sortiert, bevor dann noch einmal die letzten Ausflüge raus gingen. Nach einer weiteren kurzen Pause ging es dann auch für mich auf Ausflug ins malerische St. Ives. Eigentlich nur ein Transfer, aber da mein Guide kein Deutsch sprach, musste ich auch noch übersetzen. Es war ein sehr schwieriger Ausflug, da der Guide nur schwer zu verstehen war und viel zu viel auf einmal erzählt hat. Außerdem ging es viel um Mienen und Zinnabbau, wovon ich natürlich nicht viel Ahnung habe und dieses Vokabular in meinem Wortschatz für Englisch auch nicht vorkommt. Dementsprechend schwer war es dann auch und ich musste mich mehr als konzentrieren. St. Ives war hingegen wunderschön und in der Sonne schimmerte das Meer sogar ein wenig türkis. Ich habe dort dann ein Eis gegessen und bin ein wenig durch die Gassen geschlendert, da wir dort Zeit zur freien Verfügung hatten. Auch auf der Rückfahrt musste ich weiter übersetzen. Ich war froh, als ich wieder am Schiff war, aber dort hatte ich keine Zeit, sondern musste mich direkt in mein Dirndl für das Oktoberfest schmeißen. Im Anschluss hatte die Info noch offen und dann hatten wir noch ein Meeting. Stress pur. Dann ist später auch noch Black- & White-Party und da die Uhr dann auch noch eine Stunde vorgestellt wird, werde ich auf jeden Fall so früh wie es geht ins Bett gehen.

Donnerstag, 14. September 2017

Abschnitt 5/6



Der letzte Hafen der Reise war dann Kristiansand. Da wir dort morgens früh ankamen, hatte die Info am Morgen auch früh geöffnet. Auch wenn keine Ausflüge stattfanden, mussten wir natürlich für Fragen zur Verfügung stehen. Ich war irgendwie ziemlich müde, aber irgendwann ging es dann. Nach der Info waren wir kurz beim Frühstück und dann sind mein Kollege und ich raus, um für die letzten Postkarten Briefmarken zu kaufen. Da es regnete, war dies und das Kleben der Briefmarken dann auch das einzige, was wir in Kristiansand machten. Danach sind wir wieder aufs Schiff und ich habe noch Ausflugstickets für die nächste Reise eingetütet und weil dann noch Zeit war, bin ich für eine kurze Runde zum Sport. Kurz nach dem Ablegen hatten wir dann noch ein Meeting und nach dem Mittagessen habe ich mich dann ein wenig in der Pause ausgeruht. Langsam merke ich die Zeit, die ich nun schon an Bord bin doch ein wenig daran, dass ich öfter doch ziemlich müde bin. Am Nachmittag hatte die Info aufgrund des Abschied-Cocktails nur eine Stunde offen. In der Stunde musste noch ziemlich viel für die nächste Reise gemacht werden. Postkarten vorbereiten, Bestellungen aufgeben und so weiter. Als nächstes standen die zwei Abschied-Cocktails auf dem Programm und dann hatten wir uns zum Gala-Abendessen verabredet. Der Abend und das Essen waren sehr schön. Allerdings war ein Orkan im Anmarsch und das merkte man bei der einen oder anderen Welle ganz schön. Ich bin dann nach der Show erst noch kurz mit ein paar Kollegen hinten raus an die Phoenix Bar gegangen, weil es bei dem Wetter (Orkan, Regen, einfach alles) irgendwie witzig war. Wir mussten uns wirklich festhalten und gerade gehen ging bei den Schiffsbewegungen auch nicht mehr. Danach bin ich dann aber auch ins Bett gegangen. Zum einen, weil ich müde war und die Ein- und Ausschiffung ja auch immer ziemlich anstrengend ist und zum anderen, weil ich hoffte zumindest ein wenig bei dem Seegang schlafen zu können. 


Von Schlaf kann die Nacht nicht die Rede gewesen sein. Wenn es hochkommt, habe ich vielleicht 2 Stunden wirklich geschlafen. Die anderen Stunden habe ich zumindest versucht, zu schlafen und mich immer wieder hin und her gewälzt. Ich kann bei so einem Seegang einfach nicht schlafen. Das Problem hatte ich ja damals schon in der Tasmanischen See. Schlecht war und ist mir nicht, aber ich kann einfach nicht schlafen, weil die Schiffsbewegungen unangenehm und nicht gleichmäßig sind. Dennoch war heute die Ein- und Ausschiffung. Wohlgemerkt meine letzte Einschiffung. Daher musste ich früh aufstehen und trotz des wenigen Schlafs, ging es einigermaßen mit der Müdigkeit. Für die Ausschiffung war ich an der Info eingeteilt und da wir so früh aufgemacht haben, bin ich dann irgendwann mittendrin kurz abgelöst worden, damit ich frühstücken gehen konnte. Im Anschluss kontrollierte ich die Kabinenpräsente für die neue Reise und füllte auch den Postkartenständer neu auf mit passenden Motiven zu den kommenden Häfen natürlich. Viel Zeit hatte ich dann eigentlich auch nicht mehr, da ich für die Einschiffung zunächst beim Pre-Check-In und dann in der Halle unten (also eigentlich auch beim Check-In) eingeteilt war. Es war kaum was los und somit hatte ich auch nicht wirklich viel zu tun. Auch nachdem wir dann offiziell mit der Einschiffung begonnen hatten, ging es erst nur schleppend voran. Gegen Ende kamen dann natürlich fast alle auf einmal, aber auch das haben wir gemanagt. Zurück auf dem Schiff habe ich mir dann meine Rettungsweste für die letzte Rettungsübung geschnappt und habe dann dort auch wieder die Anwesenheitslisten überprüft. Ein letztes Mal hieß es dann aus Bremerhaven auslaufen und nach dem Abendessen habe ich dann an der Info noch die Geburtstagskarten vorbereitet. Und ganz ehrlich, danach war ich dann auch echt kaputt. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf, den ganzen Tag im Terminal stehen und Dienst an der Info, ist das glaube ich auch nicht unbedingt verwunderlich. Dennoch war es ein ganz schöner, wenn auch stressiger und langer Tag.


Heute war es irgendwie schon ein bisschen komisch. Jetzt ist meine letzte Reise gestartet und ich weiß genau, dass sie so verdammt schnell umgehen wird. Was sind auch schon 8 Tage?! Vor allem wenn man bei diesen 8 Tagen nur einen kompletten und einen halben Seetag hat. Es gibt ja schließlich Willkommens- und Abschieds-Cocktail, Stadl-Frühschoppen, wahrscheinlich auch eine Flower-Power-Party, etc. Da sind 8 Tage einfach mal gar nichts. Das ist mir heute schon ein wenig mehr klar geworden und hin und wieder hatte ich während der Ein- und Ausschiffung auch ein komisches Gefühl. Es war ein gemischtes. Natürlich freue ich mich auf zu Hause und bin auch ganz gespannt auf das Studium, was dann kommt, aber ich habe hier einfach so viele wunderbare, tolle und nette Menschen in mein Herz geschlossen, dass es mir wieder sehr schwerfallen wird, zu gehen. Ich versuche jetzt noch nicht allzu viel an den nahenden Abschied zu denken, auch wenn der näher ist, als ich ihn haben möchte…